Ministerin
Staatssekretär
Jugendpolitische Sprecher-innen
Positionen.    
 
CDU SPD FDP B 90/Die Grünen


Thorsten Thümler, MdL, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Bankkaufmann
Als jugendpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion begrüße ich das ehrenamtliche Engagement des Landesjugendrings Niedersachsen e. V.. Jugendliche sollen die Erfahrung von Gemeinschaft machen können und merken, dass sich der Einsatz für die Gemeinschaft lohnt. Der Landesjugendring leistet hier hervorragende Arbeit. Mir ist wichtig, dass politische Ent-scheidungen, wie die notwendigen Einsparungen im Haushalt 2004, gemeinsam mit den Betroffenen im Dialog entwickelt werden, wie dies mit dem Landesjugendring erfolgreich geschehen ist. So ist gewährleistet, dass trotz der dramatischen Finanzlage in Niedersachsen inhaltliche Schwerpunktsetzungen, wie die Jugendbildungsarbeit, unangetastet bleiben. Als Politiker wie als Verbandsvertreter muss es uns ein gemeinsames Anliegen sein, den kommenden Generationen mehr zu hinterlassen als Schulden. Jeder zusätzliche Euro Schulden verbaut den zukünftigen Handlungsspielraum der jetzigen jungen Generation.
Die Überlegung des Landesjugendrings, Jugendarbeit und Schule besser zu verknüpfen, liegt ganz auf der Linie der CDU-Landtagsfraktion: Mit der Verabschiedung des neuen Schulgesetzes für Niedersachsen werden Ganztagskonzepte auf freiwilliger Basis an den Schulen ermöglicht. Dadurch können Jugendarbeit und Schule optimal vernetzt werden und die bestehenden Ressourcen sich optimal ergänzen. Gerade hier setzen wir auf das wichtige und kreative Engagement der örtlichen Vereine und der vielen ehrenamtlichen Helfer.
Dass Ministerpräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft über die ProJuleica-Kampagne über-nommen hat, macht deutlich, dass die CDU die JugendleiterInnen-Cards ausdrücklich befürwortet und unterstützt.
Das Projekt PRO-Jugendringe geht in eine gute Richtung. Es sollte allerdings bei einem kurz- bis maximal mittelfristigen Coaching bleiben, damit die einzelnen Jugendringe weitgehend selbst-ständig arbeiten und sich nicht in zu viel Theorie verzetteln.
Der Landesjugendserver Niedersachsen ist mit Sicherheit eine zeitgemäße Einrichtung des Landesjugendrings. Falls Interesse besteht, stelle ich mich gerne zum Chat auf dieser Plattform zur Verfügung.



Dr. Gitta Trauernicht, MdL, Ministerin a.D., Kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Mitglied des Kultusausschusses, Sozial- und Erziehungswissenschaftlerin M.A.,

Höchste Priorität für die Jugend ist meine Politik – der niedersächsische Kinder- und Jugendplan mein politischer Einstieg in Niedersachsen. Kinder- und Jugendliche sind unsere Zukunft, wir als Erwachsene sind für gute Startbedingungen verantwortlich. Deshalb müssen Investitionen in Erziehung, Beratung, Bildung, Ausbildung, Freizeit, Engagement und Beteiligung weiter verstärkt werden. Keine Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich! Nach der Schule brauchen junge Menschen eine Perspektive und unsere Solidarität: Jeder junge Mensch braucht Ausbildung und Arbeit!
• Die Jugendverbände machen gute Arbeit, wollen und können dies auch zeigen. Deshalb ist die „Qualitätsentwicklung in der Jugendverbandsarbeit“ wichtig und Beleg für kritische Reflexionsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft.
• Die Jugendverbände können stolz sein auf erzielte Erfolge und ihren nicht nachlassenden Ehrgeiz. Deshalb unterstütze ich Projekte wie PROjuleica und den Landesjugendserver Niedersachsen.
• Dass Jugendverbände von Mädchen und Jungen getragen werden, dass Gleichberechtigung herrscht und Mädchen nicht zu kurz kommen, ist mir ein persönliches Anliegen. Wie gut, dass ich die Weichen für das niedersächsische Förderprogramm „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“ in der letzten Legislaturperiode bereits gestellt habe! Mit dem Beschluss zu „Gender Mainstreaming in der Jugendverbandsarbeit“ hat die Vollversammlung des LJR nun noch eins draufgesetzt.
• Jugendarbeitslosigkeit in Niedersachsen, das ist Politik für und in der Fläche. Förderung von Jugendarbeit in strukturschwachen Gebieten ist deshalb ein Muss!

 


Gesine Meißner MdL, jugendpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Kommunikationstrainerin
Das Engagement des Landesjugendringes Niedersachsen ist beeindruckend in seiner Vielfalt und äußerst begrüßenswert. Es freut mich sehr, als jugendpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Vorsitzende des Sozialausschusses und – nicht zuletzt – Mutter von zwei engagierten Jugendlichen dazu Stellung nehmen zu können und dies mit unseren politischen Inhalten zu verknüpfen.
Jugendpolitik ist mehr als Jugendhilfepolitik, sie ist ressortübergreifend. Vorrangig kommt es darauf an, jungen Menschen gute Ausbildungsmöglichkeiten in Schule und Beruf zu geben und – aktuell – alles zu tun, um Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Durch die Novellierung des Schulgesetzes und die Einrichtung von Pro-Aktiv-Zentren sehen wir uns hier auf einem guten Weg.
Durch politische Bildungsarbeit sollen Jugendliche unter anderem über die Gefahren von Extremismus aufgeklärt werden. Jugendpolitik darf nicht nur „Reparaturbetrieb“ sein, sondern muss präventiv ausgerichtet sein. Deshalb sind die Vermittlung von Werten, die Stärkung von Eigenverantwortung und die Integration jugendlicher Aussiedler und Ausländer von großer Bedeutung. Entsprechende Aktivitäten des Landesjugendringes wollen wir auch in Zukunft im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Landeshaushalts unterstützen. Als engagierte Frauen- und Familienpolitikerin finde ich Ihren Beschluss, Gender Mainstreaming in der Jugendarbeit zu verankern, sehr gut, und als Vertreterin des ländlichen Raumes begrüße ich das SSG-Programm.
Zum Schluss ein großes Lob für die Kampagne PROjuleica. Gerade in Zeiten knapper Kassen ist ehrenamtlicher Einsatz von Menschen aller Altersklassen unverzichtbar, und der Landesjugendring leistet auf diesem Gebiet durch die Motivation zu frühem Engagement hervorragende Arbeit.
Ich wünsche allen Aktiven des LJR alles Gute und viel Erfolg bei allen Vorhaben und stehe gern als Ansprechpartnerin zur Verfügung!

 


Meta Janssen-Kucz, MdL, jugendpolitische Sprecherin B 90/Die Grünen, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Diplom Sozialpädagogin/-arbeiterin
Wir wollen die Perspektiven von Jugendlichen verbessern. Wir wollen die kulturellen Angebote für junge Frauen und Männer stärken und ausbauen, die politische Bildung verbessern sowie die offene und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit fördern.
Deshalb wird die Förderung der Ehrenamtlichkeit sowie die weitere Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit ein Schwerpunkt grüner Landespolitik sein. In Zeiten massiver Sparorgien halten wir es für dringend erforderlich, die Qualitätsentwicklung mit Unterstützung des Landesjugendrings voran zu bringen. Die PPRjuleica-Initiative und der Jugendserver tragen zur weiteren Qualitätsentwicklung und einer positiven Öffentlichkeitsarbeit für junge Menschen bei.
Die informelle Bildung in der Jugendarbeit muss ihren hohen Stellenwert erhalten und weiter ausgebaut werden, damit junge Menschen engagiert und kritisch die notwendige demokratische Modernisierung unserer Gesellschaft vorantreiben. Dafür müssen wir Projekte und Freiräume schaffen, die es ermöglichen, dass junge Menschen Fehler machen dürfen (nobody is perfect), um mit neuen Erfahrungen ihre Umwelt zu gestalten und nicht lebenslang in festgetretenen Trampelpfaden zu verharren.
Zu den wichtigsten Projekten gehören auch zukünftig die „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit” und die „Förderung von Jugendarbeit in Strukturschwachen Gebieten” (SSG-Programm). Mit der lebensweltbezogenen Mädchenarbeit haben wir in Niedersachsen einen Meilenstein gelegt sowie ein Modell zum Vorzeigen geschaffen, das Mädchen und Jungen ermutigt und ihnen die Chancen eröffnet, ihre eigenen Lebensentwürfe zu verwirklichen und sich nicht gegenseitig zu blockieren. Die geschlechtsbezogene Mädchenarbeit fängt im Kindergarten an und setzt sich über die Arbeit in den Jugendverbänden fort.
Die Vernetzung von Projekten und Themenschwerpunkten in ländlichen Regionen muss im Flächenland Niedersachsen weiterhin ein Schwerpunkt sein. Gleiche Lebenschancen erreichen wir nur durch die Weiterentwicklung von neuen Inhalten und Formen in der Jugendarbeit. Nur so wird es zukünftig gelingen, das Selbstwertgefühl und die Bindung junger Menschen an die eigene Region zu stärken. Junge Frauen und Männer stark und selbstbewusst zu machen und ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben, ist letztendlich das wichtigste jugendpolitisches Ziel der grünen Landtagsfraktion!